Die Rolle des Flächennutzungsplanes als Instrument der Stadtentwicklung hat sich in den letzten Jahren verändert. So ist ein Bedeutungsgewinn als "öffentlicher Rahmen zur Wahrung des Gemeinwohls" angesichts eines immer stärker von privaten Investorenprojekten bestimmten Städtebaus zu konstatieren.

Durch den Fortfall der Genehmigungspflicht von Bebauungsplänen, die aus dem FNP zu entwickeln sind, werden im FNP-Verfahren interkommunal relevante Rahmen-bedingungen (z.B. zur Steuerung des großflächigen Einzelhandels) bereits möglichst konkret festgelegt.

Vom "offenen Rahmen der städtebaulichen Entwicklung" ist der Flächennutzungsplan zu einem vielschichtigen Steuerungsinstrument mit Entwicklungszielen, Prognosen, differenzierten Darstellungen von Baugebieten und Zielen der Landschaftsentwicklung, Vorrangflächen, Umweltberichten etc. geworden.

Trotzdem soll der FNP flexibler und schneller auf sich verändernde Rahmenbedingungen und Ansprüche reagieren können und frühzeitiger, breiter und offener kommuniziert werden - die Flächennutzungsplanung ist deutlich anspruchs-voller geworden.